Freizeitgruppe „Gemeinsam das Leben erleben und genießen“

ein Beitrag von Karla Pfingsten, Feldhausen 26, 28865 Lilienthal, Tel. 04298-1688

Liebe Familien der Teilnehmer an unserer Freizeitgruppe „Gemeinsam das Leben erleben und genießen“

Wir freuen uns, dass unser Plan eine Freizeitgruppe für junge Leute langsam Gestalt annimmt. Wir heißen Sie und Ihre Schützlinge herzlich willkommen bei dieser Aktivität unseres Vereins für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen. Wir sind von Angehörigen junger Erwachsener in Lilienthal angesprochen worden, dass es so gut wie keine Möglichkeiten für ihre „Kinder“ gibt Freizeit in Gruppen zu verbringen, gemeinsam etwas zu unternehmen , zu spielen, zu tanzen, zu genießen oder einfach nur rumzualbern. Langsam öffnen sich die Sportvereine, es gibt auch die Theatergruppe „Mobile“, den Stammtisch, den Golfclub. Darüber sind wir sehr froh. Nun wollen wir die Idee einer Freizeitgruppe, die auch offen ist für Menschen ohne Behinderungen – jedenfalls würden wir niemanden zurückweisen – Wirklichkeit werden lassen. Wir haben schon eine Menge Planungsarbeiten vom Verein geleistet. Aber es nichts in starre Formen gegossen. Jede Idee ist herzlich willkommen. So haben wir Kontakt aufgenommen mit der Gaststätte Becker in Frankenburg. Dort hatte unsere frühere Freizeitgruppe alle 4 Wochen einen Kegeltermin. Sie sehen, es wird so langsam.

Wir haben einen Raum im Jugendheim „Altes Amtsgericht“ gefunden sind und sind dort mehr als willkommen. Die Mitarbeiter im Jugendheim hoffen, dass damit auch die Schwelle gesenkt wird und unsere Leute auch einfach mal so im Alten Amtsgericht vorbeischauen beim Normalbetrieb. Na, mal sehen, was sich entwickelt. Die ganze Veranstaltung ist vom Verein für Menschen mit Behinderungen übrigens mit einer Vereinsversicherung untermauert. Das waren wir unseren jungen Begleiterinnen einfach schuldig. Aber es passiert natürlich nichts, wo die Versicherung relevant sein könnte. Aber wie soll man alles hinbekommen ganz ohne Ecken und Kanten.

Nun zum Abschluss ein paar technische Hinweise.

  1. Träger ist wie schon erwähnt der Verein für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen. Wir haben nur 60 Mitglieder und würden es es sehr gern sehen, wenn Sie eintreten würden. Der Beitrag beläuft sich auf 15 € im Jahr.
  2. Die Kosten für die einzelnen Unternehmungen wie Kino, Museumsbesuche, Badevergnügen, u.ä. müsste ich mit Ihnen abrechnen. D.h. ich schlage vor, Sie vertrauen mir 20 € an und ich sage Bescheid, wenn wir das Geld ausgegeben haben. Ich hoffe, das ist nicht zu unverschämt. Es kommen ja nicht große Summen zusammen, z.B. das Kino mit einer Tüte Popcorn dazu kostete 0,50 €. Jedes Mal abzurechnen ist mir zu umständlich, wobei der Einstieg in die gemeinsame Freizeit sowieso immer ein bisschen schwierig ist. Wir haben noch keine Rituale entwickelt – das kommt alles, nach und nach.
  3. Die Materialien bei Werkeleien und Malereien bekommen wir vom Jugendheim. Wir würden uns über Wollreste , Knöpfe u.ä. freuen. Auch mal ein Topfkuchen oder Kekse sind willkommen hin und wieder.
  4. Hier ein paar Bemerkungen zu den Begleiterinnen. Es war nicht leicht, junge Menschen für diese Tätigkeit zu gewinnen. Die Schulen waren nicht besonders kooperativ und unsere persönlichen Kontakte zu interessierten Lehrern oder auch Pastoren mit Konfirmandengruppen erwiesen sich als unergiebig. Wir waren sehr froh, als unsere Enkelinnen sich für unsere Freizeitgruppe interessierten. Sie teilen sich die Begleitstunden und wir (mein Ehemann und ich) unterstützen sie. Wir wollten keine durchorganisierte Freizeit mit didaktischem Korsett und Zielplanung. Es soll so natürlich wie möglich sein. Hier also die kleine Vorstellung:
    1. Charlotta, 20 Jahre, gerade Abitur in Ottersberg an der Waldorfschule, will evtl. auf Lehramt studieren: Grundschule, Inklusion-, alles noch im Werden und steckt gerade in einem Bundesfreiwilligen Jahr.
    2. Emma, 17 Jahre, besucht die 11.Klasse der Ottersberger Waldorfschule
    3. Stina, 16 Jahre, auch Waldorfschülerin im 10. Schuljahr.
    4. Alle drei sind aus der Familie Bischoff / Pfingsten und wohnen in Lilienthal.Sie sind unsere Enkelinnen. Und wir sind überzeugt, dass sie mit ihrer Einstellung zum Leben Lebenslust, Freude am Spiel, Spaß und Fröhlichkeit in die Gruppe bringen können. Sie erhalten Aufwandsentschädigungen vom Verein wie z.B. die Sportgruppenleiter in ihrem Alter auch. Sie können Hinweise über Besonderheiten ihrer Kinder an die drei jungen Frauen geben. Sie werden sie nicht wir bei Facebook oder Twitter an andere weitergeben.
  1. Ich schlage einen Elterntreff vor, wo wir Anregungen, Kritik und Vorstellungen sammeln wollen. Zusammen kriegen wir das hin.
  2. Das ist für heute erst mal alles!

Mit freundlichen Grüßen

Karla Pfingsten

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